Die größten Fehlgriffe und Pleiten vom Google-Giganten
Aug 17
Google ist der unangefochtene Marktführer bei den Suchmaschinen – und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in einem Großteil der anderen Länder dieser Erde. Das klingt noch einem unbestreitbaren Ruhm. Doch dieser Erfolg überträgt sich nicht automatisch auf alle anderen Sparten, in denen der Konzern sein Glück versucht um seine Vormachtstellung auszubauen. Daher hat auch Google schon einige Milliönchen mit Projekten in den Sand gesetzt. Wir zeigen euch einige Beispiele dafür, die zum Teil solche Flops waren, dass sie längst wieder in Vergessenheit geraten – oder sogar nie richtig bekannt geworden sind.
► Google Lively hatte Ähnlichkeit mit Second Life, funktionierte allerdings auf Flash-Basis um die virtuelle Umgebung zu schaffen. Bis zu 20 Personen konnten sich in einem virtuellen Raum aufhalten und miteinander chatten. Insgesamt gab es aber weniger Funktionen als im Konkurrenten Second Life. Das Projekt von Google existierte nur vom 9. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2008, denn nach einem anfänglichen großen Zulauf durch Neugierige ebbte die Begeisterung schnell wieder ab.
► Google Knol stand in Konkurrenz zu Wikipedia, konnte sich aber nicht dagegen durchsetzen. Hier betrieben Google-Nutzer eine Wissenssammlung, doch nur ein Autor zeigte sich für die Texte verantwortlich. Er entschied auch ob Texte so erscheinen oder nicht, andere Nutzer konnten nur Änderungsvorschläge machen. Google Knol ging 23. Juli 2008 in der Beta-Version an den Start und besteht bis heute. Doch die Sammlung wurde und wird kaum von Usern verwendet.
► Google Wave ist das jüngste Beispiel für die Flops des weltweit bekannten Unternehmens. Der Dienst sollte E-Mail revolutionieren und durch die umfangreichen Möglichkeiten Messanger und Chats ersetzen. Doch Wave war den Nutzern zu kompliziert und daher ließen die Meisten lieber die Finger davon.
► Google Orkut ist ein virtuelles soziales Netzwerk, das 2004 ins Rennen ging und anderen Diensten dieser Art die Stirn bieten sollte. Allerdings wurde Googles Dienst von einem Brasilianer in der Freizeit entwickelt und fand vor allem in dessen Heimatland Anklang. Über diese Grenzen hinaus interessierte sich kaum jemand für Orkut.
► Google Answer gab als digitaler Auskunftsdienst die Möglichkeit, Google-Mitarbeiter für die Beantwortung von Fragen zu bezahlen. Diese Recherche für Geld war nur von 2002 bis 2006 aktiv, denn das Prinzip funktioniert nicht zufrieden stellend. Nutzer die irgendwelche Fragen hatten, nutzten alternativ kostenlose Foren oder Frage-Antwort-Communitys und so war diese Anwendung dem Untergang geweiht.
â–º Google Checkout ist ein komplettes Bezahlungssystem im Internet und war als Konkurrent zu Paypal gedacht. Das System richtete sich vor allem an Adwords-Kunden, die in ihren Anzeigen mit dem Google Checkout-Logo warben. Allerdings erlebte Checkout von Beginn an nicht sonderlich viel Zuspruch und inzwischen nutzt es nur noch eine sehr begrenzte Zahl von im Internet aktiven um Bezahlungen abzuwickeln.
► Google Viewer eröffnete die Möglichkeit, Suchergebnisse in Form einer Dia-Show anzusehen. So wurden beispielsweise Dokumente, die in den Ergebnissen auftauchten, so angezeigt, dass sie angelesen werden konnten. Der Dienst ging 2002 an den Start und verschwand im selben Jahr auch schon wieder.
Google hat schon so einige Fehlgriffe gemacht, doch in anderen Bereichen bleibt der Konzern Spitzenreiter. Die Suchmaschinenoptimierung ist und bleibt das Steckenpferd des Unternehmens, die Konkurrenz ist weit abgeschlagen und muss darum kämpfen, überhaupt ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Wer professionelle Suchmaschinenoptimierung betreibt, der hat Google ganz oben auf der Liste, denn eine Webseite die hier gute Platzierungen erzielt, kann sich einer Menge Besucher sicher sein.



