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Posts from February, 2012

Google-Konkurrent legt kräftig zu – verändert das die SEO Optimierung?

Feb 27

Die Suchmaschine Google hat wenige Probleme mit Konkurrenten, denn ihnen kann kaum jemand das Wasser reichen. Nur in China – da sieht das ganze etwas anders aus. Der Internet-Dienstleister und großer Google-Rivale Baidu konnte seinen Umsatz und auch seinen Gewinn im vierten Quartal beachtlich steigern. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, stieg der Überschuss im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 326,3 Millionen Dollar an. Um mehr als 80 Prozent und damit auf 710,9 Millionen Dollar kletterte zudem der Umsatz nach oben. Beides hat die Erwartungen von Analysten übertroffen und die Frage bei diesem Zuwachs liegt auf der Hand: Ändert sich etwas an der SEO Optimierung, weil Google sich nun neu unter Druck gesetzt fühlt und Angst vor Verlusten hat?

Noch ein Erfolg ging mit diesen positiven Zahlen einher: Nach der Veröffentlichung sprang die an der Nasdaq notierte Baidu-Aktie im nachbörslichen Handel um zwei Prozent. Nicht ganz unschuldig am Zuwachs ist wahrscheinlich die Zusammenarbeit des US-Software-Konzerns Microsoft mit Baidu, die im vergangenen Sommer zustande kam. Durch die Kooperation sollte Microsofts Suchmaschine Bing auf der chinesischen Internet-Seite Baidu integriert werden. Das funktioniert dann so: Wenn ein Nutzer eine englischsprachige Suchanfrage auf Baidu eintippt, wird automatisch Bing aktiviert. Das Ergebnis wird wiederrum auf Baidu angezeigt. Auf diese Weise kann der chinesische Internet-Dienstleister sein englischsprachiges Angebot verbessern. Auf der anderen Seite erhält Bing durch die Kooperation Zugang zu den mehr als 450 Millionen Internet-Nutzern von Baidu. Also ein lohnenswertes Geschäft für beide Anbieter, was auch für die SEO Optimierung von Bing Veränderungen bedeuten könnte. Immerhin sollen auch die neu erreichten Internetnutzer ein bestmögliches Angebot über Bing erhalten. Google ist bei diesem Geschäft außen vor.

In China herrscht allerdings sowieso eine besonders Situation: Der US-Konzern Google hat sich wegen eines Streits um Zensurfragen bereits aus dem Markt zurückgezogen. Seither dominiert Baidu den chinesischen Suchmaschinen-Markt mit einem Anteil von 76 Prozent. Das Forschungsunternehmen Analysis International bezifferte den Marktanteil von Baidu kürzlich sogar auf 78,3 Prozent. Durch die Kooperation mit Bing wurde die chinesische Suchmaschine mit Sitz in Peking zusätzlich gestärkt und es dürfte Google schwer fallen, im Land des ewigen Lächelns noch einmal Fuß zu fassen. Für das erfolgsverwöhnte Unternehmen ein Rückschlag, denn China ist der größte Internet-Markt der Welt. Baidu führt den guten Umsatz auf steigende Nutzerzahlen zurück und die werden wohl auch mit dem Wegfall von Google zusammenhängen. Wo es wenig bis gar keine Alternativen gibt, wird das größte Unternehmen weiterhin gestärkt – diesen Effekt kennt Google aus vielen anderen Ländern bei sich selbst nur zu gut.

China soll zudem ein wachsender Internetmarkt mit viel Potential sein. Für Onlinewerbung wird dort immer mehr Geld ausgegeben, der Konzern erschließt neue Geschäftsfelder. Ein Beispiel dafür ist ein Onlinereisedienst, der zusammen mit dem Unternehmen Qunar aufgebaut wird. Außerdem entwickelte Baidu nach dem Vorbild Googles ein eigenes Betriebssystem für Smartphones, das den Namen Yi trägt. Die Nutzer-Zahl soll laut Prognose von rund 500 Millionen im vergangenen Jahr bis zum Jahr 2015 auf 750 Millionen steigen. Ob sich Experten hier ein paar Tricks für die SEO Optimierung abschauen können ist ungewiss, denn nicht zu vergessen besteht in der Volksrepublik eine Zäsur, wodurch die Menschen nicht uneingeschränkt an Informationen herankommen. Daher werden möglicherweise auch Optimierungs-Versuche scheitern.

Wichtig beim Suchmaschinenmarketing: Aktualität ist messbar

Feb 23

Webseiten sollten möglichst aktuell sein, das macht nicht nur Nutzer glücklich, sondern hilft Webmastern auch dabei, dass Suchmaschinen das Angebot besser platzieren. Inzwischen beschäftigen sich Blogger vermehrt damit, wie Google und Co die Aktualität überhaupt feststellen und bewerten. Solche Informationen sind für Experten im Bereich Suchmaschinenmarketing natürlich Gold wert. Den Vorteil durch aktuelle Elemente innerhalb einer Webseite nennt Blogger Justin Briggs den Freshness-Bonus. Der nimmt allerdings mit der Zeit immer weiter ab. Zum Zeitpunkt des erstmaligen Crawlens beziehungsweise der erstmaligen Listung in den Serps, ist dieser Bonus noch sehr groß. Später findet er allerdings fast überhaupt keine Berücksichtigung mehr.

Dazu kommt noch, dass der Freshness-Bonus nicht an alle Webseiten oder Dokumente vergeben wird. Das hängt beispielsweise vom Umfang der Änderungen des Inhalts ab. Wenn sich beispielsweise lediglich einige Passagen eines bereits existierenden Inhalts verändern, fällt der Bonus wohlmöglich geringer aus. Bessere Chancen bestehen da hingegen wenn der Inhalt einer Webseite komplett überarbeitet oder sogar komplett neu geschrieben wurde. Der Freshness-Faktor wird aber auch darüber bestimmt, wie sich die Links entwickeln, die darauf verweisen. Wenn eine Webseite am Anfang viele Links von Seiten enthält, die ebenfalls aktuellen Inhalt haben, dann erhöht das den Freshness-Bonus. Das Ganze funktioniert aber auch umgekehrt: Wenn eine Webseite mit ehemals hohem Aktualitäts-Bonus nämlich kaum noch Links bekommt, dann scheint sie nicht mehr so aktuell zu sein. Das lässt den begehrten Bonus zusehends schrumpfen und schließlich sogar verfallen.

Insgesamt lässt sich durch die Untersuchungen folgendes festhalten: Der Freshness-Bonus für eine Webseite hängt nicht nur von dessen Alter ab, sondern von noch mehr Faktoren. Eine Tatsache, die auch für die Arbeit im Suchmaschinenmarketing interessant ist und auch den Spielraum erhöht. Wichtig ist auch das Alter und die Entwicklung der auf die Seite verweisenden Quellen, darunter fallen Links, Votes, Shares und mehr. Außerdem ist bedeutend, in welchem Umfang sich der Inhalt verändert. Dazu kommen noch mehr kleinere Faktoren die dafür sorgen, dass der Freshness-Bonus sich fortlaufend neu berechnet. Für die Offpage-Optimierung aktueller Inhalte ergeben sich daraus eine Reihe von Überlegungen. Ein guter Tipp ist, dass gerade bei neu geschriebenen Inhalten die gesetzten Links einen größeren Einfluss auf den Aktualitäts-Bonus haben, als zu einem späteren Zeitpunkt gesetzte Verweise. Wenn Seiten ihren Bonus verloren haben, ist es trotz Links vielleicht nicht mehr möglich, gut zu ranken, da die Konkurrenz durch „Bonus-Seiten“ einfach zu hoch ist. Das wirksamste Mittel um ältere Inhalte wieder nach vorne im Ranking zu bringen, ist es wahrscheinlich, wenn umfangreiche Änderungen am Inhalt vorgenommen werden und zahlreiche neue Links damit verbunden werden.

Aktualität spielt im Internet eine immer größere Rolle, das spüren wir, indem wir dort aktuelle Neuigkeiten zu den Geschehnissen erwarten. Das Internet soll das leisten, was Fernsehen und Zeitung oftmals nicht so schnell schaffen – in Höchstgeschwindigkeit auf Ereignisse reagieren. Bei dieser Entwicklung wird klar, dass Freshness bei einer Webseite als Rankingfaktor eine zunehmend hohe Bedeutung hat. Es lohnt sich aber auch, alte Inhalte durch gezielte Änderungen aufzufrischen. Neue Verlinkungen allein reichen nicht aus. Inhalte sollten insgesamt auf einem aktuellen Stand sein, hin und wieder eine Überarbeitung erfahren und dadurch immer wieder neu belebt sein. Das hilft nicht nur in Hinblick auf das Suchmaschinenmarketing, sondern gibt auch die Chance, den Inhalt gut zu kennen und Usern das zu geben, was sie laufend im Internet suchen: Aktualität, die auch deutlich macht, dass eine Seite beobachtet und verbessert wird und nicht nur starr vor sich hin dümpelt.

Facebook geht an die Börse – was das für Internet Marketing Agenturen bedeutet

Feb 13

Der große und von vielen Seiten erwartete Schritt scheint endlich immer näher zu rücken: Facebook bereitet seinen Börsengang konkret vor. Dazu veröffentlichte das soziale Netzwerk nun seinen Börsenprospekt, mit dem es bei Investoren für seine Aktien wirbt. Allerdings gibt es immer noch keinen Termin für den tatsächlichen Gang an die Börse. Dabei würde dieser Schritt sicher interessant verlaufen und könnte auch für Internet Marketing Agenturen eine Hilfe sein: Der Erfolg an der Börse gibt Hinweise über den Marktwert von Facebook und das Interesse von Werbepartner. Gerade jetzt wären diese Infos wichtig, denn das soziale Netzwerk hat sich mal wieder mit vielen Nutzern angelegt und für Unmut gesorgt.

Die Facebook-Chronik, eine Form des Nutzer-Profils, soll verpflichtend für alle Mitglieder werden. Größte Unterschiede zum üblichen Profil sind das oben stehende Titelbild, eine Informationsleiste mit den wichtigsten Daten und die zweispaltige, chronologische Sortierung von Fotos, Kommentaren. So kann das Profil auch nach einem bestimmten Jahr durchforstet werden und der Nutzer kann nachträglich Ereignisse aus der Vergangenheit hinzufügen, auch als er noch nicht bei Facebook war. Ziel ist wohl eine Mischung aus Lebenslauf und Tagebuch der Nutzer. Kritiker befürchten das Ende des Datenschutzes, Befürworter hingegen sagen, dass es sich lediglich um eine andere Darstellung handelt, die gezeigten Inhalte aber dieselben sind. Außerdem biete sich durch die Umstellung sogar die Möglichkeit, alte und fast vergessene Beiträge noch einmal anzusehen und nach Belieben zu löschen. Viele Nutzer sehen sich aber genötigt, ihr Profil auch ungewollt umzustellen und gehen schon jetzt auf die Barrikaden.

Die neue Facebook-Chronik sorgt also für geteilte Meinungen, stellt Facebook aber auch wieder auf den Prüfstand. Was ein Börsengang jetzt bewirken würde, ist die große Frage und vielleicht hält sich das Unternehmen gerade wegen der strukturellen Umstellungen noch etwas zurück mit dem entscheidenden Gang an die Börse. Was aber bereits dank des Prospekts feststeht ist, dass das Volumen des Börsengangs bei fünf Milliarden Dollar liegt und damit doch nur halb so hoch ist, wie ursprünglich erwartet. Diese Summe kann sich allerdings noch erhöhen, denn häufig setzen Unternehmen lieber tiefer an und warten erst mal die Reaktion der Investoren ab. Falls dann genügend Nachfrage besteht können sie später immer noch den Preis erhöhen.

Der Börsenprospekt gibt zudem Informationen über Facebooks Wachstum und Verdienst dank Werbeeinnahmen. 2011 waren es eine Milliarde Dollar, 2012 waren es 606 Millionen Dollar und 2009 immerhin schon 229 Millionen Dollar. Der Umsatz lag zuletzt bei 3,7 Milliarden Dollar, das bedeutet ein Plus von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Welchen Wert Facebook an der Börse bekommt, wird noch nicht ersichtlich. Weder die Anzahl der auszugebenden Aktien wird angegeben, noch der Preis für das einzelne Papier. Also immer noch eine Menge Geheimnisse, wodurch der Aktienkundige genauso geduldig sein muss wie die Internet Marketing Agenturen, die an diesem Schritt erkennen wollen, wie es um die Zukunft des sozialen Netzwerkes bestellt ist. Diese Infos wird Facebook wohl noch nachreichen bis der Börsengang – vermutlich im späten Frühjahr oder im Sommer – startet.

Gründer Marc Zuckerberg beteuert trotz der großen Pläne weiterhin, dass Facebook nicht als gewinnbringendes Unternehmen gegründet wurde, sondern die Mission hatte, die Welt besser zu vernetzen und damit offener zu machen. Die Dienste stehen laut ihm an erster Stelle, um die zu verbessern wird Geld mit Werbung etc. verdient – nicht umgekehrt. Dennoch gerät das Netzwerk immer wieder in die Kritik, vor allem Datenschützer befürchten eine negative Entwicklung. Aktuell ist es die Chronik, die Bedenken anregt. Trotz dieser Kritikpunkte gilt der Facebook dennoch als spektakulärster und größter Börsengang des Internet-Zeitalters – schon allein wegen der 845 Millionen aktiven Nutzern, die sich dahinter verbergen. Mehr als die Hälfte davon schaut sogar täglich vorbei. Nach aktuellem Stand will Facebook bei seinem Börsengang 5 Milliarden Dollar einnehmen. Selbst mit der Summe wäre das Start-up-Unternehmen neuer Rekordhalter.

Twitters Entwicklung nur Lug und Trug? Was das für das Suchmaschinen SEO bedeutet

Feb 07

Es begegnet einem immer wieder: Ein Promi twittert etwas und heizt damit die Gerüchteküche an oder blamiert sich dadurch bis auf die Knochen. Was sich so in den Alltag eingeschlichen hat, ist offenbar mit einer positiven Entwicklung verbunden. Und tatsächlich tut sich der Microblogging-Dienst Twitter mit einer neuen beeindruckenden Zahl hervor: 500 Millionen Nutzer soll der Dienst bald erreicht haben und damit eine beachtliche Grenze überschreiten. Analysten gehen ausgehend von dem bisherigen Wachstum davon aus, dass Twitter die magische Grenze im Februar durchbrechen könnte. Experten, die beim Suchmaschinen SEO auch das Social Web miteinbeziehen, sollten Twitter demnach nicht vernachlässigt werden, denn der Blogging-Dienst scheint viel Einfluss nehmen zu können. An nur einem Tag gibt es bei Twitter derzeit fast eine Million Neuanmeldungen, das ergibt 11 neue Accounts pro Sekunde.

Die Grenze von 400 Millionen registrierten Nutzern wurde erst im Herbst 2011 geknackt. Der Erfolgskurs scheint aber ungebändigt weiterzugehen. Allerdings gab es bereits Ende 2011 erste Einwände. So zeigte ein Interview mit dem CEO des Microblogging-Dienstes Dick Costolo, dass nicht jeder der bei Twitter angemeldeten Nutzer auch tatsächlich dort aktiv ist. Zu Beginn des Jahres 2011 loggten sich nach seiner Aussage nur 30 Prozent aller Nutzer täglich bei Twitter ein, zum Ende des Jahres hin waren es immerhin 50 Prozent der Nutzer. Das ergibt 250 Millionen Tweets pro Tag. Wenn man nun davon ausgeht, dass nur ein Viertel der Twitter-Nutzer regelmäßig twittert, dann reduziert sich die bald halbe Millarde prognostizierte Nutzerscharr, auf etwa 125 Millionen. Das wäre eine ziemlich ernüchternde Zahl, die den Erfolg von Twitter schmälert und vielleicht auch Experten im Bereich Suchmaschinen SEO zu denken geben wird. Nicht ganz außer Acht zu lassen ist darüber hinaus, dass es viele Mehrfachaccounts und interne Accounts gibt, zum Beispiel von Twitter selbst oder auch von Google.

Nun hat gerade die Meldung über Twitters baldigen Durchbruch der 500 Millionen Grenze dafür gesorgt, dass Experten näher hingesehen haben. Ein paar neue Statistiken entschlüsseln genauer, wie viele der halben Milliarde Twitter-Accounts auch wirklich aktiv sind. Die Betreiber von Twoblogs haben dazu eine Stichprobe von 100.000 aktiven Nutzern genommen, die bereits seit drei Monaten einen Account haben. Ihr Tweetverhalten wurde näher untersucht und ergeben hat das folgendes: 12 Prozent der 100.000 untersuchten Links existierten nach drei Monaten gar nicht mehr. Von den 88.000 übrigen Accounts hatten 22,5 Prozent keine Freunde und auch keine Follower. 62,3 Prozent hatten auch nach 3 Monaten kein Profilbild, nur 20,2 Prozent hatten die Loaction angegeben und nur 17,3 Prozent hatten die Biografie ausgefüllt. 4,4 Prozent der Accounts waren erst nach einer Einladung ersichtlich, also nicht öffentlich einsehbar.

Zudem wurden die insgesamt 3,8 Millionen Tweets untersucht, die diese 88.000 einigermaßen aktiven Twitter-Mitglieder versendet haben. Auch hier zeigte sich ein ernüchterndes Ergebnis. Ganze 53,8 Prozent der untersuchten Accounts hatten bis zu dem Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht einen einzigen Tweet versendet. Nur 5,2 Prozent bis dato 100 Tweets und mehr. Wenn man diese Stichprobe nun als Anhaltspunkt nimmt, für die Aktivitäten der Twitter-Nutzer im Allgemeinen, dann ergibt sich eine magere Zahl: Von den beinahe 500 Millionen registrierten Nutzern, nehmen nur 10 bis 20 Prozent den Microblogging-Dienst regelmäßig in Anspruch. Das lässt die Zahl, mit der Twitter gerade Furore macht und Anerkennung erntet, in einem neuen Licht erscheinen. Andererseits gibt es nach wie vor hoffnungsvolle Stimmen dazu. So besteht die Prognose, dass durch die Zunahme von Smartphone Nutzern auch immer mehr Leute Twitter für sich entdecken. Gerade von unterwegs werden Leute vermutlich mehr posten wollen, oft aber nur Kleinigkeiten oder sogar Belanglosigkeiten. Facebook bietet tagtäglich Beispiele dafür: vom Kommentar übers Wetter, über das gelungene Fußballspiel der Lieblingsmannschaft bis hin zur Info darüber, was man gefrühstückt hat. Twitter ist für ein solches Mitteilungsbedürfnis eigentlich genau das richtige Medium und wird vielleicht weiter zulegen. Wenn auch nicht in dem Maß, wie es jetzt durch die reinen Anmeldezahlen den Anschein hat, aber doch so, dass Suchmaschinen SEO durchaus darauf achten und es miteinbeziehen sollte.

Neuer Google-Algorithmus straft zu viel Werbung ab – wichtig für effektive Suchmaschinenoptimierung

Feb 01

Der Suchmaschinen-Anbieter hat es mal wieder getan: Er hat seinen geheimen und alles beeinflussenden Algorithmus einem Update unterzogen. Diesmal geht es um Werbeinhalte auf den Webseiten und wie sehr diese den eigentlichen Inhalt verdrängen, beziehungsweise wie schwer sie diesen auffindbar machen. Umgekehrt ausgedrückt: Relevanter Inhalte soll mittels Google künftig noch einfacher und schneller gefunden werden. Diese neue Regelung, die bei der effektiven Suchmaschinenoptimierung wichtig werden kann, hat zur Folge, dass Seiten mit viel Werbung im oberen Teil der Seite, künftig beim Ranking der Suchergebnisse schlechter eingestuft werden. Anlass für diese Aktualisierung seien Beschwerden von Nutzern der Suchmaschine gewesen. Sie gaben an, es bei einigen Suchresultaten schwer zu haben, den eigentlichen und gesuchten Inhalt der Seite möglichst zügig zu finden. Das teilt der Suchmaschinenkonzern in seinem Blog mit. Damit bezieht Google erstmals das Layout einer Seite in den Suchalgorithmus ein, um dessen Relevanz zu bestimmen. Bisher galten ausschließlich andere Kriterien.

Verkehrt ist diese Maßnahme sicher nicht, denn wenn es dem Suchenden vor lauter Werbebannern erschwert wird, den relevanten Inhalt zu finden, dann ist das ärgerlich. Weil das einleuchtet, wurde Google wohl nun aktiv und hat diesen Seiten einen Denkzettel verpasst. Wer meint, er könne alles mit Werbung vollpacken und dennoch weit oben im Ranking stehen weil er klug mit Keywords und Links umgegangen ist, der wird nun eines besseren belehrt. Künftig werden Seiten, die „above-the-fold“, also im sichtbaren Bereich, kaum Inhalte anzeigen, wahrscheinlich in den Suchergebnissen nach hinten rutschen. Seiten, die auf den ersten Blick große Teile des Bildschirms für Werbung nutzen, bringen dem jeweiligen Besucher kein gutes Nutzungserlebnis. Sie ranken daher künftig schlechter.

Worum es bei dieser Maßnahme nicht geht, ist, gegen Werbung oberhalb des eigentlichen Inhalts grundsätzlich vorzugehen. Denn Google weiß selbst sehr gut, dass solche Anzeigen oftmals sehr gut funktionieren und deshalb dabei helfen, Inhalte überhaupt erst zu finanzieren. Aus diesem Grund soll das Algorithmus-Update auch nicht auf alle Seiten Auswirkungen haben, die Werbung im sofort sichtbaren Bereich anzeigen. Es soll Seiten treffen, die es damit übertreiben und es dem Nutzer schwer machen, den gesuchten Inhalt zu finden. Für Experten der effektiven Suchmaschinenoptimierung ergibt sich daraus ebenfalls ein Regelwerk, wenn es um den Aufbau von zu optimierenden Seiten geht. Werbung ist natürlich ok, aber der Inhalt muss nach wie vor im Mittelpunkt stehen und darf nicht „verdrängt“ werden.

Die Veränderung eines Layouts soll der Google-Algorithmus automatisch erfassen, das kann allerdings einige Wochen dauern. Die Änderungen sollen sich auf etwa 1 Prozent aller Suchanfragen auswirken. Mit Browsersize bietet Google den Webseitenbetreibern sogar ein Werkzeug an, um vorzusorgen. Denn die können sich damit ansehen, welcher Teil ihrer Webseite bei welcher Auflösung im sofort sichtbaren Bereich liegen. Trotz dieses Angebots rät Google allerdings grundsätzlich dazu, sich als Webmaster nicht auf bestimmte Eigenschaften des Algorithmus zu konzentrieren, sondern auf seiner eigenen Seiten schlicht und ergreifend ein gutes und lohnenswertes Nutzungserlebnis zu bieten. Google kündigte in diesem Zusammenhang an, dass für das Jahr 2012 insgesamt 500 Änderungen des Algorithmus geplant seien. Es dürfte schwer werden, aufgrund dessen immer wieder die Webseite zu verändern. Besser ist eine effektive Suchmaschinenoptimierung, dann ist man dank des Know-hows gut für die kommenden Entwicklungen gewappnet.