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Bedeutet Googles neue Verschlüsselung das Ende für SEO Optimierung?

Nov 08

Die Suchanfragen der Nutzer werden immer persönlicher und auch die Ergebnislisten passen sich immer individueller an den jeweiligen Nutzer an. Zurückliegende Anfragen und der Wohnort werden inzwischen berücksichtigt. Um seine Nutzer angesichts dieser Entwicklung ausreichend zu schützen, haben die Google-Betreiber damit begonnen, die SSL-Verschlüsselung für eingeloggte Nutzer zum Standard zu machen. Vor einiger Zeit wurde diese Verschlüsselung bereits zur freiwilligen Nutzung angeboten. Zunächst ist diese Erneuerung nur auf die USA beschränkt und insgesamt sollen sowieso nur wenige Prozent aller Nutzer betroffen sein. Dennoch gibt diese Neuigkeit Grund zur Sorge im Hinblick auf die SEO Optimierung.

Die Verschlüsselung soll auf jeden Fall alle Nutzer betreffen, die einen Google-Account nutzen. Wie das Unternehmen mitteilte, habe es bereits in den letzten Jahren Bemühungen gegeben, immer mehr Dienste auf SSL umzustellen. Auch eine verschlüsselte Form der Suchmaschine gab es seit 2010 – User konnten diese alternativ nutzen. Die Notwendigkeit einer geschützten Suche, wurde nun aber erkannt und führt dazu, dass die SSL-Suche einem größeren Nutzerkreis zur Verfügung stehen soll. Besonders wichtig sei die Verschlüsselung bei der Nutzung von nicht abgesicherten Wlans, wie etwa bei öffentlichen Hotspots, die bei Internetcafes häufig vorkommen. Die Verschlüsselung schützt davor, dass Dritte den Datenverkehr abhören können. Wer keinen Account bei Google hat oder gerade nicht eingeloggt ist, kann allerdings auch manuell auf die Google SSL-Suche navigieren und diese nutzen.

Nach eigenen Angaben will Google durch diese Umstellung eine Vorbildfunktion erfüllen, die auch andere Online-Dienste zur Umstellung auf SSL bewegt. Deswegen stellt das Unternehmen auch Informationen über die SSL-Umsetzung online zur Verfügung. Was so wegweisend klingt, bringt SEOs allerdings in Schwierigkeiten. Denn durch die Verschlüsselung erschwert Google normalen Webseitenbetreibern und damit auch beauftragten Agenturen zur SEO Optimierung das Herankommen an keywordspezifische Daten der Webseiten-Besucher. Das heißt Webmaster erfahren zwar weiterhin, wenn ein Nutzer über Google auf die Seite kommt, aber künftig nicht mehr, welchen Suchbegriff er dazu verwendet hat. Den Anzeigenkunden von Google AdWords hingegen, bleiben die Daten weiterhin erhalten. Hierüber regen sich viele SEOs auf.

Da der überwiegende Teil der Google-Nutzer nicht eingeloggt ist, stehen den SEOs zum Glück immer noch genügend Daten zur Verfügung. Aber auf lange Sicht wird die Auswertung von Traffic über Suchmaschinen immer schwieriger werden und macht daher auch die SEO Optimierung komplizierter. Konfliktpotential liegt außerdem bei der Einstellung der Suchmaschinen wie Google, Bing und Co: Die Nutzer sollen einerseits so gut es geht geschützt werden, aber gleichzeitig lassen die Anbieter nicht davon ab, Nutzerdaten in gewissem Umfang für eigene Zwecke zu gebrauchen. Ein Beispiel sind Werbeeinnahmen durch Anzeigenkunden. Die Aufnahme in den Google-Index erfolgte beispielsweise auch, ohne dass je eine Webseite dafür um Erlaubnis gebeten wurde. Seitenbetreiber hatten dank Listing bei Google bisher genügend kostenfreie Informationen über die Nutzer. Sollten diese Informationen irgendwann komplett fehlen, dann kann es soweit kommen, dass es billiger ist, Anzeigen auf herkömmlichem Weg zu schalten, als eine SEO Optimierung machen zu lassen.

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