Bing schlägt Google – muss das Angebot von Suchmaschinenoptimierung überdacht werden?
Sep 19
Keine Suchmaschine nimmt eine so starke Prägnanz ein wie Google. Die Suchmaschine ist mit Abstand Marktführer und auch wenn in vielen Bereichen nicht alles rund läuft mit den Produkten und Entwicklungen, so macht dem Konzern so schnell keiner was vor, wenn es um die effiziente Suche im Web geht. Daher ist auch das Angebot von Suchmaschinenoptimierung auf Google abgestimmt. Doch nun enthüllt eine Statistik des Marktforschungsunternehmens Experian Hitwise, dass Konkurrent Bing aus dem Hause Microsoft effizienter arbeitet. Das zeigt eine entsprechende Statistik, die sich aber lediglich auf den englischsprachigen Raum bezieht. Die Marktforscher haben untersucht, wie viele Suchanfragen an eine der Suchmaschinen auch dazu führten, dass der Nutzer auch eine der angezeigten Webseiten besuchte. Google schaffte hier lediglich einen Wert von 67,56 Prozent. Bing erreichte hingegen stolze 80,04 Prozent und hat damit die Nase vorn.
Noch besser konnte sich nur Yahoo platzieren, der damit Spitzenreiter wurde. Bei der Suchmaschine, die ebenfalls von den Bing-Algorithmen beliefert wird, führten 81,36 Prozent aller Suchanfragen zu einem Klick. Hier sind in den Ergebnislisten also vor allem Webseiten verlinkt, die dem entsprechen, was der Nutzer gerade suchte. Bei einem guten Angebot von Suchmaschinenoptimierung sollte die lohnenswerte Platzierung in einer solchen Suchmaschine ein wichtiges Ziel sein.
Die Marktforscher gaben innerhalb ihrer Studie an, dass es bei Google, aber auch bei Microsoft durchaus noch Verbesserungspotential gebe. Gleichzeitig räumten sie ein, dass Nutzer oft auch nur vage formulierte Suchanfragen stellen und die Ergebnisse der Suchmaschine daher nicht immer zum Klickerfolg führen. 25,32 Prozent der Anfragen bestehen beispielsweise nur aus einem Wort, 24,09 Prozent setzen sich aus zwei Wörtern zusammen. Hier lässt sich bereits genauer ermitteln, was der Nutzer genau sucht. Suchanfragen mit drei Begriffen haben einen Anteil von 19,49 Prozent. Per offizieller Definition ist eine Suchanfrage dann erfolgreich, wenn sie auch tatsächlich zum Besuch einer Webseite führt. Wenn der Nutzer im Umkehrschluss also keine der angezeigten Seiten öffnet, gilt die Suche als gescheitert.
Die Studie stößt an ihre Grenzen wenn es um die Qualität der besuchten Seiten geht. Immerhin bedeutet der Klick eines Nutzers auf eine Seite noch lange nicht, dass er dort auch das findet, was er gesucht hat. Genau das trägt immerhin ebenfalls zum Erfolg einer Suchanfrage bei einer Suchmaschine bei. Die geringe Erfolgsrate beim Anklicken von Suchergebnissen kann bereits ein Hinweis auf mangelhafte Keywords bei der Suche sein. Nach Ansicht von Experian Hitwise könnten alle drei Suchmaschinen ihre Ergebnisse noch deutlich verbessern. Denn die Zahl von gescheiterten Suchanfragen würde den Anbietern großes Potential für Optimierungen bieten. Zudem gibt Experian noch an, dass die Marktanteile von Google auf 66,05 Prozent gefallen sind. Yahoo und Bing konnten ihre Anteile hingegen ein wenig erhöhen und stehen nun bei 28,05 Prozent.

Sep 28 at 05:16
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