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Die Riege der sozialen Netzwerke

Oct 18

Wer im Internet agiert – in welcher Form auch immer – kommt um die Macht der sozialen Netzwerke einfach nicht herum. Der Eine steht früher oder später privat vor der Entscheidung ob er darüber Kontakte knüpft und mit Menschen in Kontakt bleibt, der Andere muss für sein Unternehmen in Erwägung ziehen über soziale Netzwerke wirtschaftliche Erfolge zu erzielen. So oder so, sind diese Angebote nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Im Zuge dessen bleiben Diskussionen und Mutmaßungen darüber, welche Community Bestand hat und welche nicht, nicht aus. Doch zunächst ein Überblick über die derzeitigen sozialen Netzwerke:

SchuelerVZ, studiVZ und meinVZ vereinen insgesamt etwa 16 Millionen Mitglieder und sind damit das größte soziale Netzwerk, das es derzeit in Deutschland gibt. Wenn man diese Drei Sektoren allerdings getrennt voneinander betrachtet, dann liegt jedes Netzwerk deutlich hinter den Zahlen von Facebook zurück. Dieses, wohl bekannteste soziale Netzwerk hingegen konnte seine Mitgliederzahl kontinuierlich steigern. Waren es im März noch etwa 7,5 Millionen deutsche Mitglieder, sind es inzwischen sogar weit über 10 Millionen. Facebook wächst und wächst und legt dabei ein Tempo vor, das kein Konkurrent einholen kann. StayFriends.de ist hingegen nicht so oft in aller Munde, aber mit 10 Millionen Mitgliedern ebenfalls eines der größten sozialen Netzwerke. Auch hier steigen die Besucherzahlen kontinuierlich an und bescheren den Machern erfreuliche Zahlen und Tendenzen.

Wer-kennt-wen.de funktioniert zwar nach einem eigenen System – hier ist eine Anmeldung nur auf die Einladung eines Mitglieds möglich – aber das Konzept läuft gut. Im April 2010 konnte das Netzwerk über 8 Millionen Mitglieder verzeichnen – so viele wie noch nie. Das scheint für den Erfolg der Community zu sprechen. Das Netzwerk MySpace hat sich auf den Austausch von Musik spezialisiert und kann zurzeit etwa 4,5 Millionen deutsche Mitglieder zählen. Doch hier sind die Zahlen rückläufig, was vor allem an den Konkurrenten wie Twitter und Facebook liegen wird. Besonders stark sinken die Zahlen allerdings bei der VZ-Gruppe, wodurch bereits das Scheitern von studiVZ und Co vorhergesehen wird.

Die Zukunft dieser Communitys sei ungewiss, als Gründe dafür wird folgendes vermutet: StudiVZ hat sich Apps kaum geöffnet und daher die User ziemlich allein gelassen, außerdem sei das amerikanische Vorbild einfach nur kopiert worden, innovative Erneuerungen und Entwicklungen suche man vergebens. Daher werden die Communitys unattraktiv für die User, vor allem auf Dauer. Die Anpassung an Facebook scheint ein Schritt zu sein, wieder mehr Zustimmung und Zulauf zu finden. Aber ob das reicht bleibt abzuwarten. Wenn eine Agentur für Suchmaschinenoptimierung die sozialen Netzwerke in die Strategie für einen Kunden mit einbezieht, sollte daher wohl vor allem auf Facebook gebaut werden, bei studiVZ und Co, scheint Vorsicht geboten zu sein, vor allem in Hinblick auf längerfristigen Erfolg. Auch die Altersabhängigkeit dieser Angebote scheint problematisch, da dies den Kreis der Mitglieder einschränkt. Lediglich meinVZ konnte sich steigern und hat Potential sich als feste Größe zu etablieren. Doch Facebook stellt für alle anderen Netzwerke einen enormen Konkurrenten dar, der ein mächtiges Tempo hinlegt, wenn es um das Wachstum geht. Für alle die da mithalten wollen heißt es Augen auf und nichts verpassen.

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