Ende der Echtzeitsuche – und dennoch erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung schaffen
Aug 08
Die Suche in Google sollte noch besser werden – präziser und aktueller. Das war das Konzept der Echtzeitsuche, die der Suchmaschinen-Riese Ende 2009 einführte. Dabei wurden beispielsweise Quellen wie diverse Nachrichtenseiten, Twitter, Facebook und Blogseiten in Echtzeit durchsucht. Doch nun hat Google diesen Dienst vorübergehend eingestellt. Die erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung muss deswegen aber keine Einbußen erfahren. Als Gründe für die Abschaltung werden die auslaufenden Abkommen mit Twitter genannt und der Start des sozialen Netzwerkes Google+. Die Daten und Inhalte aus dieser Community sollen künftig ebenfalls in die Suchfunktionen einfließen. Laut einem Twitter-Feed bastelt Google gerade daran, die Ergebnisse von Google Plus in die Echtzeit-Funktion zu integrieren.
Nutzer, die die Echtzeitsuche aufrufen, erhalten derzeit eine Fehlermeldung. Der nun stillgelegte Dienst hatte vor allem den Nutzen, Tweets in den Suchergebnissen anzuzeigen. Seit 2009 hatte Google eine Vereinbarung mit Twitter, die dieses Angebot regelte. Die Vereinbarung ist aber inzwischen abgelaufen, um genau zu sein am 2. Juli. Seitdem kann Google nicht mehr auf diesen speziellen Twitter-Feed zugreifen. Verfügbare Twitter-Daten werden allerdings nach wie vor über Google gefunden. Der Microblogging-Dienst ist dadurch in Schwierigkeiten geraten. Es hat dort wohl niemand damit gerechnet, dass Google nach den gescheiterten Verhandlungen einfach das Angebot der Echtzeitsuche komplett stilllegt. Für Twitter hat dies nun weitreichendere Folgen, als für den Giganten Google. Für eine ausgewogene und erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sollte diese Veränderung zudem keine Nachteile bedeuten.
Für Twitter war die Bereitstellung der Echtzeitdaten eine wichtige Einnahmequelle, daher tut Googles Weggang doppelt weh. Daraus könnte aber nun ein besonders enges Verhältnis zwischen Bing und Twitter entstehen. Der Deal mit dieser Suchmaschine dauert ein halbes Jahr länger als der mit Google. Dem Microblogging-Dienst wird an dieser Zusammenarbeit nun sehr viel gelegen sein und Bing könnte dies als Chance wahrnehmen, im Bereich der Echtzeitsuche an Konkurrent Google vorbeizuziehen. Allerdings gehen die preislichen Vorstellungen beider Unternehmen noch stark auseinander. Twitter sieht sein Angebot für die Echtzeitsuche als sehr wertvoll und unverzichtbar an, die Suchmaschinenanbieter halten dies aber nicht für unbedingt nötig und wollen daher auch keine Unsummen dafür hergeben. Bleibt abzuwarten ob sich die Beiden einigen werden, wenn es soweit ist.
Wann die Echtzeitsuche von Google nun zurückkehrt steht noch nicht fest. Der Internetkonzern ließ aber bereits verlauten, dass wenn es soweit ist, Daten aus verschiedenen Quellen geliefert werden und nicht bloß aus Google+, so wie einige befürchten. Bislang wurden innerhalb der Echtzeitsuche insgesamt knapp zwanzig soziale Medien auf neuste, passende Meldungen hin durchsucht – Twitter hatte dabei eine Vorreiterstellung. Doch die Zeiten sind nun vorbei und zumindest im Bereich der Echtzeitsuche müssen SEOs möglicherweise einiges verändern, um weiterhin erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zu betreiben. Google scheint allerdings nicht dem Zufall zu überlassen. Das neue soziale Netzwerk des Unternehmens bietet ebenfalls einen intelligenten Strom aus Echtzeit-Nachrichten und Inhalten an. Die so genannte „Sparks“-Funktion von Google+ sammelt Statusmeldungen, Nachrichten und virale Inhalte aus Communitys. Sparks ist damit in der Lage Suchanfragen von Nutzern vorwegzunehmen und dem Mitglied interessante Dinge zu zeigen.
