Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung bald auch über Modeseiten?
Dec 03
Vor einiger Zeit hat Google Like.com für geschätzte 100 Millionen Dollar übernommen. Zu dieser Zeit war noch nicht klar, welcher Plan für den Suchmaschinenanbieter dahintersteckte, aber alle waren gespannt und SEOs fragten sich erneut: Was ist demnächst zu beachten wenn erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung auf dem Plan steht? Nun ist die Welt schlauer, denn Google hat das Modeportal boutiques.com gestartet und betätigt sich damit wieder mal auf einem ganz neuen Themenfeld. Die Seite fungiert als eine Art Metasuche für eine große Zahl von Online-Shops, in denen Mode gekauft werden kann. Das Besondere ist dabei die „visuelle Suche“, die der Konzern von Like.com übernommen hat. Diese funktioniert so, dass ein Kleidungsstück als Ausgangspunkt dient, und damit ähnliche Teile auf Mode-Seiten gesucht werden. Außerdem können Nutzer einzelne Produkte bewerten, was zusätzlich in die so genannte Präferenz-Analyse mit einfließt. Daraus wird dann ein persönlicher Shop erstellt.
Das Google-Portal ist zunächst nur mit US-Shops ausgestattet und ist ausschließlich auf Damen-Mode begrenzt, Experten für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung können zunächst also noch einmal aufatmen, doch völlig irrelevant ist das Thema dennoch auch für uns nicht. In von Google vordefinierten virtuellen Boutiquen lässt sich Mode von bekannten Designern finden, Teile die Fashion-Blogger besonders empfehlen oder die Promis gerade mit Vorliebe tragen. Nutzer die sich als Follower einer Boutique eintragen, erhalten Nachrichten über aktuelle Neuigkeiten. Im persönlichen Shop kann der Nutzer zudem festlegen welche Mode ihm am liebsten ist, daraufhin schlägt boutique.com ihm Kleidungsstücke vor, die zum vorher definierten Geschmack passen könnten. In den USA gibt es dazu bereits das kostenlose App, damit auch auf dem iPad nach den aktuellen Modetrends gesucht werden kann.
SEOs, die erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung im Blick haben, sollten Googles neues Projekt nicht unterschätzen, denn es handelt sich nicht um einen Online-Shop, der zu Modebestellungen in einem kleinen Sortiment einlädt. Google nennt das Portal die Verbindung zwischen Kunde und Händler, denn so muss der potentielle Kunde nicht mehr umständlich im Web auf Modeseiten stöbern und immer wieder neue Suchanfragen starten, sondern er wird von boutique.com aus umfassend bedient und auf die passende Modeseite weitergeleitet. Wer als Hersteller oder Verkäufer über das Google-Angebot auffindbar sein will, muss eine Gebühr zahlen. Bisher ist noch nicht bekannt wann der neue Dienst auch in Deutschland startet und hier den Frauen neue Modetrends näher bringt. Doch wenn es soweit ist, kann sich für Betreiber von Modeseiten die Frage stellen, ob eine „Mitgliedschaft“ bei diesem Dienst nötig ist, oder ob es auch ohne geht.
Boutiques.com könnte ein echter Erfolg werden, vor allem wenn man bedenkt, dass die Suche nach dem passenden Kleidungsstück im Web inzwischen genauso mühsam sein kann, wie das reale Stöbern in Geschäften. Was anfangs als einfache und bequeme Alternative zum Shoppingstress auf immer vollen Einkaufsstraßen gedacht war, ist inzwischen eine Herausforderung für sich. Denn viele Modeseiten sortieren ihr Angebot gerade mal nach Jahreszeit oder Massentrends und funktionieren ähnlich wie ein gedruckter Modekatalog: Blättern und stöbern bis eher zufällig das Passende dabei ist. Google will diese Schwachstelle stärken und bringt damit auch neue Anreize in Bezug auf erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Denn hier werden Suchende konkret angeleitet und erhalten ein persönliches Profil, nach dem Kleidung zugeordnet und vorgeschlagen wird. Der Dienst fungiert als eine Art persönlicher Einkaufsberater und soll möglichst treffsichere Ergebnisse liefern und den lästigen Teil des Stöberns und Durchklickens entfallen lassen.
