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Facebook will Börse erobern: Für eine Internet Marketing Agentur ein wichtiges Barometer

Jan 03

Dieser Schritt ist immer ein ziemlich sicherer Hinweis darauf, dass ein Unternehmen erfolgreich ist und aus diesem Umstand noch mehr Profit schlagen will: Der Gang an die Börse. Das Soziale Netzwerk Facebook plant angeblich genau diesen Schritt für das kommende Jahr und hat sich etwas Pfiffiges einfallen lassen: Es hat den Online-Spiele-Anbieter Zynga „vorgeschickt“, um schon mal zu testen, wie es sich an der Börse derzeit so verhält. Das Unternehmen ist ziemlich eng mit Facebook verknüpft und verdankt einen Großteil seines Erfolges der Präsenz im Netzwerk. Die Zahlen sprechen eigentlich für sich: 227 Millionen aktive Nutzer spielen die Angebote von Zynga, darunter Farmville, Cityville und Poker. 7,7 Millionen User sind sogar dazu bereit, Geld für virtuelle Güter auszugeben, um im betreffenden Spiel besser voranzukommen. Keine schlechte Bilanz, und dennoch ist der Börsengang des Spiele-Anbieters ziemlich danebengegangen. Was kann eine engagierte Internet Marketing Agentur daraus für Schlüsse ziehen? Geht die Ära Facebook etwa schon wieder zu Ende, wird auch dieser Börsengang wider Erwarten scheitern?

Es handelte sich um den größten Börsengang eines amerikanischen Internet-Unternehmens seit Google. Doch die Aktie des Onlinespiele-Herstellers Zynga fiel an ihrem ersten Handelstag um fünf Prozent unter den Ausgabepreis von zehn Dollar. Danach ging es noch weiter abwärts. Die Einnahmen beim Börsendebüt beliefen sich auf eine Milliarde Dollar. Für Investoren war dieser Start ein Reinfall, der auch den Facebook-Machern zu denken geben dürfte. Wird auch der für das Frühjahr 2012 geplante Börsengang von Facebook so in die Hose gehen? Das wäre für das Unternehmen eine große Klatsche. Die enge Verbundenheit von Facebook mit Zynga lässt zumindest in diese Richtung denken. Der Großteil der Zynga-Spiele stammt von Facebook, hier werden die meisten Varianten gespielt und viele Nutzer kehren wiederrum gerade wegen der Spiele immer wieder zu Facebook zurück. Zynga hatte bei Investoren 100 Millionen Aktien zum Preis von je zehn Dollar platziert. Dadurch wurde das ganze Unternehmen mit sieben Milliarden Dollar bewertet – deutlich weniger als vorher erwartet. Dazu sank die Aktie dann auch noch kurz nach dem Verkaufsstart unter den Ausgabepreis und damit war der Misserfolg klar.

Das Projekt von Zynga lief an der Börse unter dem Namen „Börsenville“. Doch dieses „Spiel“ lief nicht so erfolgreich, wie die Online-Spiele bei Facebook. Die Anleger mussten Verluste hinnehmen und selbst nach drei Tagen lag die Aktie nur bei knapp über 9 Prozent. Für Investoren kann das absolut nicht zufriedenstellend sein. Nach einem so ernüchternden und unerwarteten Ergebnis bleiben die Spekulationen und neue Einschätzungen zur Situation natürlich nicht aus. Wurde Zynga zunächst bejubelt und eine Menge Potential vorausgesagt, heißt es nun: Rechtfertigen 220 Millionen Onlinespieler pro Monat tatsächlich den hohen Ausgabepreis der Aktie? Ist der Börsenwert von 7 Milliarden Dollar wirklich vertretbar? An anderer Stelle wird der misslungene Börsengang als wichtiges Indiz für die kommende Entwicklung gesehen: Der Social-Network-Blase gehe nun langsam die Luft aus. Dieses Resümee dürfte auch für eine im Social Web aktive Internet Marketing Agentur nicht uninteressant sein, denn auf solche Entwicklungen – wenn sie sich denn bewahrheiten, sollten Experten auf diesem Gebiet dringend eingehen. Ähnliche Reinfälle wie Zynga jetzt, erlebten in jüngster Zeit auch schon Rabattanbieter Groupon, Online-Erotikanbieter Friendfinder sowie das chinesische Videoportal Tudou. Sie wurden vorab groß gelobt, enttäuschten die Anleger dann aber mit Kursabschlägen. Experten erkennen darin ein allgemein schlechtes Klima für die Börsengänge von Internetfirmen. Größtes Problem: Investoren erkennen zunehmend, dass die Nutznießer sozialer Netzwerke in windeseile Millionen von Kunden anziehen, aber auch schnell wieder verlieren, wenn die Konkurrenz mit besseren Angeboten nachzieht. Die Geschäftsmodelle sind besonders von der Laune der Nutzer abhängig. Für Anbieter, die so eng mit Facebook kooperieren wie Zynga, ist die Entwicklung des sozialen Netzwerkes ebenfalls sehr wichtig, denn davon ist indirekt auch deren Erfolg abhängig.

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