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Links setzen – für die erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zu stark missbraucht?

Nov 16

SEOs und SEO-Agenturen haben nicht immer den besten Ruf, sondern werden damit in Verbindung gebracht, Daten zu benutzen, um Webseiten mit Tricks nach vorne zu bringen. Erneut angeprangert wurden wir in einem kürzlich veröffentlichten Artikel von Jeroen van Eck. Darin formuliert er die provokante These, dass SEOs einen großen Teil dazu beitragen, dass freiwillig gesetzte Verlinkungen immer seltener werden. Ist die Arbeit auf eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung hin aber wirklich ein Grund dafür, dass Links zu anderen Seiten nur noch mit Hintergedanken oder bei Gegenleistung gesetzt werden und nicht mehr, weil der betreffende Webauftritt es sich einfach verdient hat? Und sind wir Suchmaschinenoptimierer wirklich Schuld daran? Wir sagen Nein.

Van Eck schreibt in seinem Artikel, dass sich ein ganzer Geschäftszweig aus der Vermarktung von Links entwickelt hat, nachdem bekannt wurde, dass sie das Ranking in Suchmaschinen positiv beeinflussen. Dadurch habe es sich auch ergeben, dass es inzwischen mehr Links zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung gibt, als uneigennützig gesetzte Links. Wenn man mal ins Internet schaut und dabei das Social Web außen vor lässt, muss man zugeben, dass sich die Anzahl von freiwillig gesetzten Links tatsächlich verringert hat. Die Zielsetzung von Webseitenbetreibern scheint sich im Laufe der Zeit verändert zu haben. In den Anfangszeiten des Internets ging es vor allem darum, Besuchern Informationen zu bieten und das eben auch über die Weiterleitung auf andere Seiten zum Thema. Heute konzentrieren sich Webmaster vor allem darauf, ihre Besucher möglichst lange auf der eigenen Seite zu halten, um ausreichend Traffic zu generieren und sich eine gute Google-Platzierung zu sichern. Diese Entwicklung aber allein der Arbeit für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung in die Schuhe zu schieben, ist dabei aber nicht vernünftig.

Im Hinblick auf den Wandel von nachhaltigen Informationen zu eher kurzweiligen und unterhaltenden Inhalten, die im Internet präsentiert werden, hat sich auch die Bedeutung des Hyperlinks verändert. Ein Link hat an Aussagekraft verloren und ist nicht mehr so sicher wie früher eine wirkliche Empfehlung auf sinnvolle Inhalte. Dazu kommen noch die sozialen Netzwerke, die zeigen, dass eine gemachte Verlinkung ein von Emotionen geleiteter Akt ist und in den meisten Fällen keine genau durchdachte Handlung. Aufgrund dieser Entwicklung geht Jeroen van Eck sogar davon aus, dass Links als Bewertungskriterium von Inhalten im World Wide Web bald ausgedient haben könnten. In Zukunft liegt seiner Meinung nach der größte Nutzen darin häufig genannt zu werden. Häufig verlinkt zu sein, nimmt dagegen an Bedeutung immer weiter ab.

Van Eck leistet mit seinem Text einen Beitrag zur schon lange stattfindenden Diskussion zur Zukunft von SEO an sich. Gestartet hatte dabei alles mit der Behauptung dass SEO tot sei. Manche Experten für Optimierung der Suchmaschine behaupteten dabei, dass es ihre Arbeit bald gar nicht mehr geben würde. Andere sind hingegen der Meinung, dass sich SEO in seinen Grundzügen niemals ändern wird. Die Wahrheit liegt womöglich mittendrin, denn sowohl das Web als auch die Suchmaschinen und damit auch das SEO befinden sich in einem ständigen Wandel. Das ist schon allein an den Blog-Artikeln erkennbar, die es hier zu lesen gibt. SEO wird sich verändern, aber sicher nicht aussterben oder überflüssig werden. Die Veränderung ist bereits längere Zeit im Gange, denn die Optimierung hat sich von einem statischen Prozess, der auf die Anforderungen von Suchmaschinen ausgerichtet war, in eine dynamische Interaktion verwandelt, die auf emotionale Auslöser von Menschen ausgerichtet ist.

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