Neuer Google-Algorithmus straft zu viel Werbung ab – wichtig für effektive Suchmaschinenoptimierung
Feb 01
Der Suchmaschinen-Anbieter hat es mal wieder getan: Er hat seinen geheimen und alles beeinflussenden Algorithmus einem Update unterzogen. Diesmal geht es um Werbeinhalte auf den Webseiten und wie sehr diese den eigentlichen Inhalt verdrängen, beziehungsweise wie schwer sie diesen auffindbar machen. Umgekehrt ausgedrückt: Relevanter Inhalte soll mittels Google künftig noch einfacher und schneller gefunden werden. Diese neue Regelung, die bei der effektiven Suchmaschinenoptimierung wichtig werden kann, hat zur Folge, dass Seiten mit viel Werbung im oberen Teil der Seite, künftig beim Ranking der Suchergebnisse schlechter eingestuft werden. Anlass für diese Aktualisierung seien Beschwerden von Nutzern der Suchmaschine gewesen. Sie gaben an, es bei einigen Suchresultaten schwer zu haben, den eigentlichen und gesuchten Inhalt der Seite möglichst zügig zu finden. Das teilt der Suchmaschinenkonzern in seinem Blog mit. Damit bezieht Google erstmals das Layout einer Seite in den Suchalgorithmus ein, um dessen Relevanz zu bestimmen. Bisher galten ausschließlich andere Kriterien.
Verkehrt ist diese Maßnahme sicher nicht, denn wenn es dem Suchenden vor lauter Werbebannern erschwert wird, den relevanten Inhalt zu finden, dann ist das ärgerlich. Weil das einleuchtet, wurde Google wohl nun aktiv und hat diesen Seiten einen Denkzettel verpasst. Wer meint, er könne alles mit Werbung vollpacken und dennoch weit oben im Ranking stehen weil er klug mit Keywords und Links umgegangen ist, der wird nun eines besseren belehrt. Künftig werden Seiten, die „above-the-fold“, also im sichtbaren Bereich, kaum Inhalte anzeigen, wahrscheinlich in den Suchergebnissen nach hinten rutschen. Seiten, die auf den ersten Blick große Teile des Bildschirms für Werbung nutzen, bringen dem jeweiligen Besucher kein gutes Nutzungserlebnis. Sie ranken daher künftig schlechter.
Worum es bei dieser Maßnahme nicht geht, ist, gegen Werbung oberhalb des eigentlichen Inhalts grundsätzlich vorzugehen. Denn Google weiß selbst sehr gut, dass solche Anzeigen oftmals sehr gut funktionieren und deshalb dabei helfen, Inhalte überhaupt erst zu finanzieren. Aus diesem Grund soll das Algorithmus-Update auch nicht auf alle Seiten Auswirkungen haben, die Werbung im sofort sichtbaren Bereich anzeigen. Es soll Seiten treffen, die es damit übertreiben und es dem Nutzer schwer machen, den gesuchten Inhalt zu finden. Für Experten der effektiven Suchmaschinenoptimierung ergibt sich daraus ebenfalls ein Regelwerk, wenn es um den Aufbau von zu optimierenden Seiten geht. Werbung ist natürlich ok, aber der Inhalt muss nach wie vor im Mittelpunkt stehen und darf nicht „verdrängt“ werden.
Die Veränderung eines Layouts soll der Google-Algorithmus automatisch erfassen, das kann allerdings einige Wochen dauern. Die Änderungen sollen sich auf etwa 1 Prozent aller Suchanfragen auswirken. Mit Browsersize bietet Google den Webseitenbetreibern sogar ein Werkzeug an, um vorzusorgen. Denn die können sich damit ansehen, welcher Teil ihrer Webseite bei welcher Auflösung im sofort sichtbaren Bereich liegen. Trotz dieses Angebots rät Google allerdings grundsätzlich dazu, sich als Webmaster nicht auf bestimmte Eigenschaften des Algorithmus zu konzentrieren, sondern auf seiner eigenen Seiten schlicht und ergreifend ein gutes und lohnenswertes Nutzungserlebnis zu bieten. Google kündigte in diesem Zusammenhang an, dass für das Jahr 2012 insgesamt 500 Änderungen des Algorithmus geplant seien. Es dürfte schwer werden, aufgrund dessen immer wieder die Webseite zu verändern. Besser ist eine effektive Suchmaschinenoptimierung, dann ist man dank des Know-hows gut für die kommenden Entwicklungen gewappnet.

Feb 07 at 19:05
Das ist doch mal eine Sinnvolle Maßnahme! Werbung ist ja in Ordnung, aber bitte in Maßen.