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Privatsphäre in Gefahr? Was heißt das für die Suchmaschinen Optimierung?

Oct 24

Das Thema Datenschutz hat gerade in Deutschland einen besonders hohen Stellenwert. In fast keinem anderen Land sind Datenschützer so schnell auf den Plan gerufen, wie hierzulande. Dass die Deutschen generell misstrauisch beim Umgang mit dem Internet sind, zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Meinungsforscher von TNS Emnid im Auftrag der Kommunikationsagentur Ketchum Pleon. Hier zeigte sich, dass neun von zehn Internetnutzern im Inland den Umgang von Facebook mit persönlichen Daten für bedenklich halten. Daraus kann man ablesen, dass die Konzentration auf soziale Netzwerke bei der Suchmaschinen Optimierung nicht zu hoch sein sollte, da die Leute dem kritisch gegenüberstehen. Außerdem sollten auch SEO-Agenturen bei ihrer täglichen Arbeit den Datenschutz nie aus den Augen verlieren. Denn das Vertrauen der Menschen in ein Unternehmen hängt gerade heutzutage auch stark von dem Auftreten im Internet ab.

Trotz der Bedenken, nutzt mehr als jeder vierte Befragte Facebook dennoch. Laut eigenen Angaben hat Facebook in Deutschland 20 Millionen Nutzer. Der Schutz ihrer Privatsphäre ist nur für sechs Prozent der Befragten uninteressant oder unbedenklich. Nur acht Prozent gaben an, Fotos von sich ohne Bedenken frei zugänglich ins Internet zu stellen. Zwölf Prozent taten dies ebenfalls, aber mit Bedenken. 80 Prozent hingegen stellen keine eigenen Fotos frei zugänglich ins Internet. Jeder zweite hat allerdings schon Fotos eingestellt, die immerhin eingeschränkt für Freunde und Bekannte sichtbar waren. Ein Teil der Internetnutzer handelt also auch entgegen seiner Bedenken: nur 14 Prozent der Befragten gehen dem Online-Shopping aus Datenschutzgründen aus dem Weg und knapp die Hälfte gab an, trotz der Bedenken ihre Daten für das Einkaufen im Netz anzugeben. 736 Internet-Nutzer ab 14 Jahren wurden für die Studie befragt; sie soll der Entwicklung von Social-Media-Strategien dienen. Die Ergebnisse lassen sich nach unterschiedlichen soziodemographischen Daten wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Haushaltsgröße und Bundesland sowie die Einstellung zum Datenschutz auffächern.

Der eigentlich hohe Stellenwert führt aktuell immer wieder zu Konflikten und oft wissen die Nutzer nicht so recht, inwieweit sie sich, ihre Identität und ihre Daten im WorldWideWeb schützen sollen. Doch die häufige Diskussion über Datenschutz hat Spuren hinterlassen: Fast zwei Drittel der Internetnutzer achten besonders auf den Schutz ihrer Privatsphäre. Daher muss in vielen Bereichen, auch bei der Suchmaschinen Optimierung, darauf geachtet werden, dass mit Kundendaten sensibel und vorsichtig umgegangen wird, um kein Vertrauen zu verspielen. Genau das könnte ansonsten fatal sein. Neben Social-Media-Plattformen werden vor allem Mobilfunkunternehmen und Rabattprogramme kritisch von ihren Kunden betrachtet. Das deckte die Studie von Ketchum Pleon ebenfalls auf.

Die Sorge um den Datenschutz wird in regelmäßigen Abständen deutlich – kürzlich wieder, indem Verbraucherschützer eine Petition starteten. Ihr Anliegen ist es, dass der Datenschutz im Internet vereinfacht wird. Am besten wäre es, laut deren Ansicht, wenn schon die Voreinstellungen bei Diensten und Geräten den maximalen Datenschutz gewähren müssen. Dann könnte der Nutzer immerhin nicht mehr allzu viel falsch machen, bzw. wäre ohne großen Einsatz bereits gut geschützt. Eine Online-Petition soll dazu führen, dass der Bundestag dieses Prinzip gesetzlich verankert. Wenn die Initiative Erfolg hätte, müssten sich Verbraucher nicht mehr bereits vor der Nutzung darüber informieren, was ein Dienst oder Gerät Standard-mäßig über sie preis gibt und wo sie die entscheidenden Einstellungen ändern können.

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