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Qwiki – die neue Generation der Suchmaschinen?

Nov 13

An Google kommt einfach kein Konkurrent heran, wenn es um die Möglichkeiten der Suchmaschine geht. Aber vielleicht wird sich das in naher Zukunft ändern, denn eine neue Suchmaschine befindet sich in der Testphase: Qwiki heißt sie und kann Dinge, die vielversprechend klingen: Die Suche im Internet soll besonders umfassend und vielseitig sein, denn zu jedem eingegebenen Suchbegriff erscheint wohl ein Text, der mit Bildern und Videos angereichert ist und sogar ein Erklärungsvideo mitliefert. Entwickelt wurde Qwiki unter anderem von Louis Monier, Gründer von Alta Vista. Was vielversprechend klingt, wird bereits mit Spannung erwartet.

So stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Qwiki die Suche im Web revolutionieren möchte und das auch schaffen kann. Die Information soll eine Erfahrung werden, die man sich ansehen kann, so sieht es der Gründer Doug Imbruce. Bei einer Veranstaltung des US-Technologieblogs „Techcrunch“ stellte er sein Projekt der Fachöffentlichkeit vor und spontan erntete er dafür wohl viel Anerkennung. Kann dieser Eindruck bestehen bleiben? Muss eine Agentur für Suchmaschinenoptimierung künftig auch die Optimierung für Qwiki mit ins Programm aufnehmen? Das bleibt noch offen, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass es sich um eine Suchmaschine der Zukunft der handelt, denn die audiovisuelle Aufarbeitung von einem gesuchten Begriff oder einer gesuchten Person ist etwas Neues. Dabei funktioniert Qwiki so, dass Texte sowie Bilder aus unterschiedlichen Quellen im Internet gesammelt werden. Soziale Netzwerke dürfen dabei natürlich nicht fehlen, aber auch Wikipedia, Flickr und Youtube werden genutzt – und aus all diesem Content wird automatisch eine gesprochene Videoantwort generiert.

Der Vergleich mit gefilmtem Wikipedia bietet sich dabei an. Abgesehen von dem Abspielen des Videos ist die angezeigte Seite inaktiv. Mit dem Klick auf Bestandteile der Präsentation lassen sich diese hervorheben. So kann der Nutzer Teile, die ihn besonders interessieren, besser ansehen. Es gibt bereits Videos die vorführen, wie Qwiki genau funktioniert, wenn ein Suchbegriff eingegeben wurde. Die Suche via Internet soll ein richtiges Erlebnis werden – mit dieser Vision gehen die Macher nun langsam in die Offensive und in Kampfposition zu Google. Die Macher gewannen mit ihrer Idee bereits den Gründerwettbewerb „Distrupt Cup“, was die Erwartungen natürlich noch ansteigen lässt.

Ein Blick auf die Beispielvideos, die bereits auf qwiki.com gezeigt werden, wirkt gar nicht so schlecht. Hier sind bereits Videos von einigen Schauspielern, Künstlern und Monumenten zu sehen, um sich einen Eindruck von der Leistung zu verschaffen. Die Stimme, die das Video dokumentiert, klingt vor allem nicht so abgehackt wie es oft bei computergenerierten Stimmen der Fall ist, die einen Text so nicht gesprochen haben, sondern zusammengestellt wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Qwiki die eigenständige Recherche im Internet nicht ersetzen können, aber sie bietet einen guten Start, um sich über eine Person oder eine Sache einen guten Überblick zu verschaffen. Außerdem wäre es möglich, dass die dort verwendete Technologie auch bei anderen Suchmaschinen als Feature integriert wird.

Noch befindet sich die neue Plattform in einem frühen Alpha Stadium, aber dennoch gibt es die bereits erwähnten Beispielvideos anzusehen und Interessierte können sich außerdem mit ihrer E-Mailadresse auf qwiki.com registrieren und erhalten einen Account. Der Gründer Doug Imbruce hat sich mit Louis Monier einen namenhaften Senior-Partner für sein Projekt ausgesucht. Denn der hat im Bereich der Websuche wirklich Pionierarbeit geleistet und war im Laufe seiner Karriere bereits für eBay, Google und verschiedene Internet-Forschungseinrichtungen tätig. Das Startup, das vor etwa einem Jahr gegründet wurde, hat bereits 1,5 Millionen US-Dollar Risikokapital erhalten und kann sich inzwischen ganz auf die Feinheiten von Qwiki konzentrieren um der Öffentlichkeit demnächst etwas Besonderes präsentieren zu können.

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