Schwarze Schafe in der SEO-Branche
Jun 02
Die SEO-Branche hat es nicht leicht: Immer wieder wird ihr Ruf durch schwarze Schafe nachhaltig geschädigt, und die vernünftig arbeitenden Experten haben es schwer auf dem umkämpften Markt zu bestehen. Erst letzte Woche wurde erneut ein Fall publik, in dem eine SEO Agentur betrügerische Methoden zur Kundengewinnung benutzt hat. Sie haben Interessierten per E-Mail falsche Referenzen genannt und sich so mit fremden Federn geschmückt. Die fremden SEO-Erfolge lockten und beeindruckten die potentielle Kunden, brachten aber gleichzeitig falsche Informationen in Umlauf.
Es ist nichts neues, das der Konkurrenzkampf in der SEO-Branche groß ist, gerade jetzt wo viele Unternehmen glauben, in diesem Bereich etwas für den nachhaltigen Erfolg tun müssen. Sie wünschen sich eine Webseitenoptimierung und das möglichst schnell – da haben Betrüger die auf den ersten Blick viele tolle Referenzen aufweisen können – leichtes Spiel. Die Agenturen versuchen sich als führende Google-Optimierer zu profilieren und manche greifen dabei leider zu unerlaubten Mitteln.
Solche Fälle haben zur Folge, dass immer mehr nach einer Lösung verlangen, die es ermöglicht die SEO Branche stärker zu regulieren. Da dieses Thema nicht neu ist, wurde bereits das BVDW-Gütesiegel eingeführt, um SEO- und SEM-Agenturen zu zertifizieren. Damit wurden bereits vor einigen Jahren Standards zur Bewertung der Professionalität und Kompetenz geschaffen. Die Kriterien die eine SEO-Agentur erfüllen musste um ein Gütesiegel zu erhalten, lagen in den Bereichen Erfahrung, Transparenz, Arbeitsweise und Engagement am Markt.
Gleichzeitig war die Zertifizierung für seriöse Suchmaschinenoptimierung und das entsprechende Marketing schon immer umstritten. Noch vor einigen Jahren beantworteten SEOs die Frage, ob eine Zertifizierung in ihrer Branche Sinn macht, mehrheitlich mit Nein. Nachdem bekannt wurde, wie viele schwarze Schafe ihr Unwesen treiben und den Ruf der gesamten Branche schädigen, sprechen sich inzwischen doch immer mehr SEO-Kenner dafür aus, ein weiteres Zertifikat zumindest in Erwägung zu ziehen.
Andererseits birgt ein erneutes Zertifikat die Gefahr, das BVDW-Gütesiegel in Frage zu stellen, denn es wirkt so, als hätte diese Zertifizierung nicht ausgereicht oder sein Ziel verfehlt. Außerdem stellt sich die Frage, ob kleinen Unternehmen und Webseitenbetreiber, die mit SEO und SEM-Kriterien sowieso nicht viel anfangen können, ein weiteres Zertifikat mehr hilft als das, was es bisher sowieso schon gibt. Denn im Internet geistern schon jetzt eine Reihe von Zertifikaten und Gütesiegeln herum – manche davon sind nicht einmal echt, sondern nur erfunden und haben lediglich den Nutzen, potentiellen SEO-Kunden eine gewisse Seriosität vorzugaukeln. Gerade die Betreiber kleiner Webseiten und Mittelstandsunternehmen müssen vor ominösen SEO-Anbietern geschützt werden, denn gerade diese haben oft nur sehr wenig oder sogar keine Ahnung wie sie seriöse SEO-Dienstleister oder schwarze Schafe vorab erkennen können.
SEOs werden in dieser Diskussion rund um die Ausschaltung schwarzer Schafe in dieser Branche, kreativ und schlagen beispielsweise die Einführung einer Blackliste vor, in der SEO-Anbieter ganz klar identifiziert und damit aussortiert werden können. Oder eine spezielle Webseite, auf der Interessierte oder Kunden den Namen einer Agentur eingeben können, und erfahren wenn es dort bereits zu Problemen kam. Das könnte einem Suchenden eine viel bessere Hilfe sein, als ein weiteres Siegel oder Zertifikat mit dem ein Laie sowieso nichts anfangen kann.
Wir glauben es ist wichtig, in diesem Thema wachsam zu bleiben und nach Lösungen zu suchen. Immerhin sollen schwarze Schafe nicht die bekanntesten Repräsentanten der Search Engine Optimization werden. Seriöse Anbieter wie wir es sind, müssen die Chance haben, ihre Dienste vor einem neutralen Hintergrund anbieten zu können und nicht nur mit Skepsis, Scheu oder sogar Misstrauen konfrontiert zu werden. Wenn von euch jemand Ideen hat, wie man seinen guten Ruf in der Branche wahren und kriminellen Machenschaften den Hahn zudrehen kann, freuen wir uns über Ideen und Vorschläge.

Apr 03 at 09:47
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