Suchen

Rss Posts

Rss Comments

Login

 

Soziale Suchergebnisse: Bald unerlässlich für das Suchmaschinenmarketing

Jun 06

Wieder ein Punkt für die soziale Suche und ein wichtiger Aspekt für das Suchmaschinenmarketing: Suchmaschine Bing hat verkündet, dass sie künftig noch mehr Informationen des sozialen Netzwerkes Facebook in ihre Suchergebnisse einbinden möchte. Nutzer müssen ihren Facebook-Account lediglich mit Bing verbinden – schon werden ihnen immer häufiger auch Suchergebnisse angezeigt, die in besonderer Häufigkeit von Facebook-Freunden empfohlen wurden. Den Verantwortlichen bei Bing geht es bei dieser Veränderung wohl vor allem darum, Aspekte der Emotion in die Entscheidungs-Engine zu integrieren, um die Ergebnisse zu verbessern.

Bing möchte dem ewigen Konkurrenten Google durch diese Erneuerung zugleich einen Schritt voraus sein. Angeblich entstehe durch den uneingeschränkten Zugriff von Bing auf Empfehlungen bei Facebook eine Funktion, die es bei Google bislang nicht gibt. Dabei ist die Suchmaschine Nummer Eins auch nicht untätig und daher ist das Thema auch im Suchmaschinenmarketing bereits bekannt: Mit Google +1 gibt es dort ebenfalls Bemühungen, Empfehlungen des großen sozialen Netzwerkes einzubinden. Fraglich ist nur, ob diese Experimente überhaupt glücken können. Denn ob eine Maschine, die auf komplexen, mathematischen Algorithmen beruht, durch soziale Kompetenzen besser wird, ist fraglich. Vielleicht führt das auch zum Gegenteil.

Bing baut anscheinend auf diese Zusammenarbeit und macht sich daher die Gefällt-mir-Buttons von Facebook-Usern zu Nutze, um die Suchergebnisse mit solchen Empfehlungen anzureichern. Wenn Suchergebnisse von befreundeten Personen bei Facebook empfohlen wurden, in dem der Like-Button gedrückt wurde, dann klettern diese Seiten bei Bing nach oben. Sie bekommen für die Suchmaschine mehr Relevanz und erhalten daher eine bessere Platzierung. Skeptiker führen bei diesem neuen Trend gerne an, dass ja nicht sicher ist, ob die Empfehlung einiger Facebook-Nutzer wirklich ein verlässliches Indiz für die Qualität einer Seite sein kann. Möglichweise werden solche Empfehlungen auch gemacht, weil es bereits viele Empfehlungen gab.

Im Suchmaschinenmarketing standen bislang die mathematischen Algorithmen von Suchmaschinen im Fokus. Doch der Aspekt der sozialen Suche muss dazu kommen. So sehen das anscheinend auch Marketingexperten und Werbeagenturen, denn inzwischen gibt es im Internet viele Versuche, Nutzer sozialer Netzwerke zu Empfehlungen zu bewegen – um es Gelinde auszudrücken. Verlosungen, Geschenke, Vergünstigungen und sogar der Kauf von Empfehlungen sind an der Tagesordnung. Die soziale Suche unterliegt also in immer stärkerem Maße Manipulationen, daher ist hier Vorsicht geboten. Wenn man das berücksichtigt wird deutlich, dass die soziale Suche nicht das Maß aller Dinge sein kann. Außerdem sollten deswegen nicht alle Ergebnislisten, die durch Googles Algorithmen zustande kommen, über den Haufen geworfen werden. Die Verlässlichkeit dieser Methode hat sich in vielen Bereichen bewährt – und schließlich ist neu nicht immer besser.

Comments are closed.