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Suchmaschinenoptimierung bei Google künftig ohne Wunschposition

Apr 18

Google arbeitet kontinuierlich daran, sich zu verbessern und erweitert daher ständig sein Angebot. Immerhin soll gerade beim Social Web der Anschluss nicht verloren gehen. Agenturen für Suchmaschinenoptimierung freuts zudem, wenn Google sein Spektrum erhöht und damit mehr Möglichkeiten bietet. Doch nun hat der Konzern es umgedreht und wird bald ein Angebot einstellen: Es handelt sich um die AdWords-Gebotsfunktion „Wunschposition“, die es ab Mai nicht mehr geben soll. Bereits jetzt merken Googles AdWords-Kunden die Veränderungen, denn die Wunschposition kann bereits nicht mehr auf der AdWords-Web-Benutzeroberfläche oder dem API für Kampagnen aktiviert werden. In Kampagnen, in denen die Wunschposition bereits verwendet wird, bleibt diese Funktion weiter aktiviert. Falls die Wunschposition jedoch in einer bestehenden Kampagne deaktiviert wurden, kann sie nicht mehr aktiviert werden.

AdWords-Kunden konnten mit der Funktion die Position einer Anzeige bestimmen. Dabei gab es bisher die Wahl zwischen Position 1, 2 oder 3, 3 oder 4-10. Bei geschalteter Werbung erschien die entsprechende Anzeige bei der Wunschposition 1-2 über den Google-Suchergebnissen in einem leicht gelblich gefärbten Block. Bei der Position 4-6 erschien die Anzeige rechts in der Spalte neben den Suchergebnissen. Diese prominenten Platzierungen erhöhen natürlich die Klickzahlen einer Anzeige und mit etwas Glück auch die Zahl an Neukunden. Als Grund für die Abschaffung der Wunschposition gibt Google an, dass die Nutzung der Funktion zu gering ausfiel und dass es genügend Alternativen dazu gibt. AdWords-Kunden wird bereits jetzt die Deaktivierung der Funktion nahe gelegt, um sich auf die baldige Änderungen vorzubereiten.

Kunden, die weiterhin nicht auf eine spezifische Anzeigenposition verzichten wollen, können laut Google alternativ zu automatisierten Regeln greifen. Mit dieser Funktion kann eine automatisierte Regel für eine Kampagne erstellt werden, die das Gebot ändert, wenn die durchschnittliche Position von der Zielposition abweicht. Ab Anfang Mai beginnt Google nun mit der Deaktivierung der Wunschposition in allen bestehenden Kampagnen. Dabei bleiben die zuletzt gemachten Gebote für die Wunschposition allerdings erhalten, damit eine möglichst geringe Unterbrechung des Traffics auf diese Anzeige gewährleistet wird. Beim Deaktivieren der Wunschposition wird für sämtliche Keywords, für die die Wunschposition aktiviert war, automatisch die Verwendung des maximalen CPC-Gebots aktiviert. Um Traffic-Unterbrechungen zu minimieren, wird als neues CPC-Gebot das zuletzt verwendete Gebot für die Wunschposition festgelegt.

Die Wunschposition wirkte zunächst wie eine prima Sache, denn mithilfe dieser Funktion konnten Werbende ihre Anzeige bevorzugt auf bestimmte Positionen bringen lassen. Doch es gab einen Haken: Eine Wunschposition zu definieren, garantierte noch lange nicht, dass die Anzeige auch tatsächlich auf der gewünschten Position geschaltet werden konnte. Ähnlich wie bei der Suchmaschinenoptimierung, die keine 100-prozentige Erfolgsquote liefern kann, da die umgebenden Faktoren Einfluss nehmen, gibt es auch hier Unsicherheitsfaktoren. Dazu kam noch folgender Umstand: Wer eine Wunschposition von 2-3 hinterlegte, musste vielleicht eine böse Überraschung hinnehmen. Denn wenn der aktuelle Anzeigenrang nur eine Schaltung auf Position 6 ermöglichte, dann wurde die Anzeige in den meisten Fällen gar nicht angezeigt. Vielleicht hat genau das dazu geführt, dass Nutzer ausblieben.

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